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Die Sage um Orpheus, der seine Geliebte aus der Unterwelt
zurückholen will, ist ja hinlänglich bekannt. Das Tolle an dieser
Aufführung war, wie diese Oper, aber auch die Musik den Schülern
nahe gebracht wurde. Das verdient schon die Note „sehr gut“. |
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Denn besagter Gluck erzählte, von einem Interviewer befragt, eine ganze Menge über den Inhalt dieser Oper, aber auch zu anderen Besonderheiten seiner Zeit. So erfuhr man z. B., was Kastratensänger waren und warum es diese gab. Das Ganze passierte aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vom Katheder herab, sondern auf höchst amüsante und humorvolle Weise. Dieses Konzept der Einbettung in den historischen Kontext wurde von Schülern des Leistungskurses Musik des Jahrgangs 13 erarbeitet und präsentiert. Aber das alleine reicht natürlich nicht: Um alles wirklich verstehen zu können, dafür gab es die Musik. Fabienne Keppler als Eurydike und Mareike Braun als Orpheus überzeugten durch hervorragende Stimmen und musikalische Ausgestaltung ihrer Parts. Beide stammen von der Musikhochschule Hannover. Eine Überraschung war Katharina Bueren von der Musikschule des Emslandes als Amor, eine schöne und natürliche Stimme, die ihren Weg machen wird. |
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Ebenfalls eine Überraschung war Julia Hermanski, eine Schülerin der 9. Klasse des Franziskusgymnasiums, welche mit schon reiferer Leistung einen Satz aus Beethovens 4. Klavierkonzert, was in Zusammenhang mit der Oper steht, zu Gehör brachte. Bewährter Begleiter war das Sinfonieorchester der Musikschule mit auffallend vielen jungen, neuen Gesichtern, was durch Schüler und auch Lehrer des Franziskusgymnasiums an Posaune und Pauke unterstützt wurde. Dass die Qualität aber immer noch stimmt, dafür sorgte die intensive Probenarbeit im Vorfeld und dafür steht der versierte Leiter Dirk Kummer. Und der hatte natürlich auch den riesigen Chor des Franziskusgymnasiums, bestehend aus Unter- und Oberstufenchor, fest im Griff. Dessen Einstudierung hatten Emanuele Wellenbrock-Roters und Dieter Krone übernommen. |
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Das alles, ergänzt durch Tanzeinlagen einer Ballettschülergruppe des Franziskusgymnasiums, die effektvoll und phantasievoll kostümiert die Furien der Unterwelt darstellten, sowie Video und Diaeinspielungen, fügte sich zu einer runden und schönen Sache zusammen. Ein Musikunterricht der ganz anderen Art und ein erfolgversprechendes Konzept. Weiter so. |
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