23000 Zeitungen – Tag für Tag
Klasse!-Projekt der LT
(Bericht und Foto: Carsten van Bevern, Lingener Tagespost vom 06.03.2007)

Die achten Klassen am Franziskusgymnasium nehmen geschlossen am Klasse!-Zeitungsprojekt der Lingener Tagespost teil – hier präsentieren die Schüler der Deutschklasse von Antje Zander eine aktuelle Ausgabe der LT. Zuvor hatten die Schüler bereits das Druckzentrum in Osnabrück besucht.

vb Lingen. „Gelesen habe ich die Lingener Tagespost schon länger. Jetzt weiß ich aber mehr über den Aufbau der Zeitung und lese sie bewusster“, berichtet die Achtklässlerin Jennifer Greiving vom Lingener Franziskusgymnasium von ihren Leseerfahrungen in den vergangenen vier Wochen.

Gemeinsam mit ihren Mitschülern und ihrer Deutschlehrerin Antje Zander hat sie am Klasse!-Zeitungsprojekt der Lingener Tagespost (LT) teilgenommen: Vier Wochen lang lag jeden Tag für jeden Schüler ein druckfrisches Exemplar der LT bereit, wurden viele zeitungsspezifische Themen im Unterricht angesprochen, und auch eine Fahrt zum Druckzentrum der Neuen Osnabrücker Zeitung – zu diesem Verlag gehört die Lingener Tagespost – in Osnabrück stand auf dem Programm.
23000 Exemplare der Lingener Tagespost werden dabei tagtäglich gedruckt und alle Ausgaben der Neuen Osnabrücker Zeitung haben eine tägliche Auflage von rund 172000. Mit diesen Zahlen konnte jetzt der LT-Redakteur Carsten van Bevern aufwarten, der zum Ende des Klasse!-Projektes die Schüler besuchte, um ihnen aus dem Arbeitsalltag eines Lokaljournalisten zu berichten und noch offene Fragen zu klären. „Möglichst früh selber schreiben und immer wieder in der Redaktion nach Terminen fragen“, nannte er als den typischen Einstieg in den Beruf: „So haben viele heutige Redakteure bereits als Schüler angefangen, für eine Tageszeitung zu schreiben und kleinere Termine wahrzunehmen.“ Ein abgeschlossenes Hochschulstudium und die Absolvierung eines zweijährigen Volontariates seien weitere Hürden auf dem Weg zum Zeitungsredakteur.
„Sport“ und der „Weltspiegel“ – dies sind meist die ersten Ressorts, die von Jüngeren gelesen werden. So war es auch in der achten Klasse des Franziskusgymnasiums. „Ich fange immer mit dem Sport und dem Vermischten an. Im Laufe eines Schultages diskutiert man dann auch mit Freunden über einzelne Artikel, die man dann selber noch liest“, beschreibt Marius Rakers sein Leseverhalten. Und auch Silvia Sperver beginnt ihr Zeitungsstudium meist mit der Weltspiegelseite. Im Zuge des Medienprojektes standen aber auch journalistische Darstellungsformen – von der Nachricht über die Reportage bis hin zur täglichen Glosse „Rieke“ – auf dem Unterrichtsplan. „Anschließend konnten wir gleich in der Zeitung nachsehen, wo wir welche Darstellungsform vor allem finden“, berichtet Silvia Sperver.
„Die Zeitung wird nach der Teilnahme an diesem Projekt schon intensiver gelesen“, fasste die Lehrerin Antje Zander ihre „Klasse!“-Erfahrungen zusammen. Schon im Jahr zuvor hatte sie daran teilgenommen – inzwischen ist das Projekt an dieser Schule fest im Lehrplan für die Klasse 8 verankert.