vb Lingen. „Gelesen habe ich
die Lingener Tagespost schon länger. Jetzt weiß ich aber
mehr über den Aufbau der Zeitung und lese sie bewusster“,
berichtet die Achtklässlerin Jennifer Greiving vom Lingener Franziskusgymnasium
von ihren Leseerfahrungen in den vergangenen vier Wochen.
Gemeinsam mit ihren Mitschülern und ihrer Deutschlehrerin Antje
Zander hat sie am Klasse!-Zeitungsprojekt der Lingener Tagespost (LT)
teilgenommen: Vier Wochen lang lag jeden Tag für jeden Schüler
ein druckfrisches Exemplar der LT bereit, wurden viele zeitungsspezifische
Themen im Unterricht angesprochen, und auch eine Fahrt zum Druckzentrum
der Neuen Osnabrücker Zeitung – zu diesem Verlag gehört
die Lingener Tagespost – in Osnabrück stand auf dem Programm.
23000 Exemplare der Lingener Tagespost werden dabei tagtäglich
gedruckt und alle Ausgaben der Neuen Osnabrücker Zeitung haben
eine tägliche Auflage von rund 172000. Mit diesen Zahlen konnte
jetzt der LT-Redakteur Carsten van Bevern aufwarten, der zum Ende des
Klasse!-Projektes die Schüler besuchte, um ihnen aus dem Arbeitsalltag
eines Lokaljournalisten zu berichten und noch offene Fragen zu klären.
„Möglichst früh selber schreiben und immer wieder in
der Redaktion nach Terminen fragen“, nannte er als den typischen
Einstieg in den Beruf: „So haben viele heutige Redakteure bereits
als Schüler angefangen, für eine Tageszeitung zu schreiben
und kleinere Termine wahrzunehmen.“ Ein abgeschlossenes Hochschulstudium
und die Absolvierung eines zweijährigen Volontariates seien weitere
Hürden auf dem Weg zum Zeitungsredakteur.
„Sport“ und der „Weltspiegel“ – dies sind
meist die ersten Ressorts, die von Jüngeren gelesen werden. So
war es auch in der achten Klasse des Franziskusgymnasiums. „Ich
fange immer mit dem Sport und dem Vermischten an. Im Laufe eines Schultages
diskutiert man dann auch mit Freunden über einzelne Artikel, die
man dann selber noch liest“, beschreibt Marius Rakers sein Leseverhalten.
Und auch Silvia Sperver beginnt ihr Zeitungsstudium meist mit der Weltspiegelseite.
Im Zuge des Medienprojektes standen aber auch journalistische Darstellungsformen
– von der Nachricht über die Reportage bis hin zur täglichen
Glosse „Rieke“ – auf dem Unterrichtsplan. „Anschließend
konnten wir gleich in der Zeitung nachsehen, wo wir welche Darstellungsform
vor allem finden“, berichtet Silvia Sperver.
„Die Zeitung wird nach der Teilnahme an diesem Projekt schon intensiver
gelesen“, fasste die Lehrerin Antje Zander ihre „Klasse!“-Erfahrungen
zusammen. Schon im Jahr zuvor hatte sie daran teilgenommen – inzwischen
ist das Projekt an dieser Schule fest im Lehrplan für die Klasse
8 verankert.