EMSBÜREN. Ein Flötensignal gibt, wie bei
einer alten Dampflok, das Zeichen zum Aufbruch der „Lustigen Klangreise"
von Bernhard Gortheil. Diese Uraufführung eröffnete die Abschlussveranstaltung
der Emsbürener Musiktage 2006.
Sie war gleichzeitig ein Paradebeispiel für gute pädagogische
Zusammenarbeit, denn das „große Klassenmusizierorchester"
kam aus insgesamt sieben allgemein bildenden Schulen sowie der Musikschule
des Emslandes.
Gortheil verbindet in diesem Werk auf vorbildliche Weise eine einfache
Melodie aus fünf Tönen mit unterschiedlichen rhythmischen Elementen
und variiert diese in vielfältiger Weise. Das Bestechende ist, dass
bei diesem Arrangement alle mitmachen können.
Bei der Abschlussveranstaltung wurden diesmal neue Wege beschritten. Es
spielten nämlich neben dem Symphonieorchester auch die anderen Orchester
der Musikschule des Emslandes. Ob nun der „Streichelzoo" unter
Karoline Braun und Ursula Wahnelt demonstrierte, wie herrlich der Wackelbogen
auf der Geige funktioniert oder der Streicherchor, geleitet von Ulrike
Seiling und Felix Hammer, sehr akkurat Jeremiah Clarks „King Williams
march" und das Menuett aus Händels „Wassermusik"
intonierte: Hier wurde demonstriert, wie wichtig und richtig das gemeinsame
Musizieren von Anfang an ist und wie Musik den Menschen fördert und
weiterbringt. Schon ziemlich routiniert und trotzdem mit viel Spielfreude
war die Sinfonietta, für die Dirk Kummer und Olaf Nießing verantwortlich
zeichnen. Sie verbreiteten mit Johann Helmich Romans Orchestersuite C-Dur
viel gute Laune.
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