Kirche und Schule teilen Kunst
Mit bemerkenswertem Fleiß und Können
(Bericht im Ems-Report vom 08.03.2006)

Lingen (neu). Eine ganz besondere Ausstellung ist am vergangenen Sonntag für mehrere Wochen in der Lingener Kreuzkirche eröffnet worden. Es handelt sich hierbei nämlich um ein Projekt, das vom Kirchengemeindeausschuss vorgeschlagen und. von vier Schulen aus Lingen begeistert aufgenommen wurde. Dies sind die Gebrüder-Grimm-Schule, das Franziskusgymnasium, die Gesamtschule Emsland sowie das Gymnasium Johanneum. Unter Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern wurden in den Schulen Kunstwerke zu acht Themenkomplexen erschaffen, die „aus unserem Leben mit seinen Wünschen und Sehnsüchten, mit unseren Realitäten, gegriffen sind", wie es Pastorin Christa de Riese in ihrer Begrüßung formulierte. Die verborgene Botschaft hinter den Kunstwerken beinhalte unser Glück, in Beziehungen leben zu können aber auch unser Leid, Beziehungslosigkeit und Einsamkeit erfahren und ertragen zu müssen. Während sich das Franziskusgymnasium der Themen „Bewahrung" und „Frieden" annahm, hatte sich die Gebrüder-Grimm-Schule den Themen „Brücken" und „Jahreszeiten" gewidmet. Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Johanneum beschäftigten sich mit „Formen" und „Momentaufnahmen aus dem Schulalltag". Die Gesamtschule lenkt die Aufmerksamkeit auf „Säulen" in der Kirche sowie auf Altäre, die sich die Menschen der heutigen Zeit selbst zurechtstellen und oftmals eben nicht mehr den christlichen Vorstellungen entsprechen.

Die Ausstellungseröffnung wurde im Rahmen eines ebenfalls schöpferischen Gottesdienstes begangen, bei dem die Orchesterklasse der Gesamtschule ebenso zur Geltung kam wie Kantor Peter Müller an der Flentrop-Orgel. Es ist schon bemerkenswert und erstaunlich, mit welcher Ernsthaftigkeit und Ausdauer, aber auch mit großem Fleiß und Können die jungen Künstler ihre Aufgabenstellung angegangen sind und meisterten. Sie haben zu ihren Objekten jede Menge Erläuterungen erarbeitet und sind auch persönlich vor Ort, die Werke zu erklären.

Die Ausstellung wird bis zum 02. April jeweils mittwochs bis sonntags von 14.30 bis 17.30 zu sehen sein. Wer weitere Informationen haben möchte, kann sich an das Pfarrbüro der Kreuzkirche (Tel.: 0591 -36 04) wenden. Der Besuch der Ausstellung lohnt sich allemal und kann jedem Kunstliebhaber empfohlen werden.


Blick in die Kreuzkirche während der Ausstellungseröffnung am 5. März

Das Triptychon „Friedensbild“ an der Orgelempore mit Kirsten Groth, Frauke Wintermann und Lea Kues aus der Kunst-AG.

Annkatrin Senker und Nadine Bojer erläuterten stellvertretend für die Klasse 10b die Installation „Die Löwengrube“.