„Ihr habt erkannt, worum es in der
Schule geht“, stellte der Direktor des Franziskusgymnasiums Johannes
Pruisken bei der Verleihung der französischen Sprachzertifikate DELF
fest und führte aus: „Ihr habt begriffen, dass ihr in der Schule
etwas lernen könnt, was euch später einmal von großem
Nutzen sein kann. Sprachen sind eine wichtige Voraussetzung für die
spätere Laufbahn.“
69 Schülerinnen und Schüler haben sich im vergangenen Jahr den Prüfungen unterzogen, die in Kooperation mit der Volkshochschule Lingen und dem Institut Francaise durchgeführt werden. Die Teilnahme an den DELF- Prüfungen gibt jungen Menschen die Chance, ein weltweit anerkanntes Sprachzertifikat zu erwerben. DELF – eine Abkürzung für das staatliche französische Sprachdiplom Diplôme D’etudes en Langue Francaise - wurde entwickelt, um neben der sprachlichen Kompetenz auch die Fähigkeit zu bewerten, sich in realen Situationen zu verständigen. Die Schüler werden im Unterricht darauf vorbereitet. Am Franziskusgymnasium werden diese Prüfungen kontinuierlich seit fünf Jahren durchgeführt, so dass es schon ein kleines Jubiläum war. Von Anfang an ist Französischlehrerin Angelika Vehr für die Organisation und Koordination zuständig, und sie freut sich, dass es jedes Jahr von Neuem gelingt, so viele Schüler zu mobilisieren. „Ich sehe die DELF-Prüfungen auch als eine Chance, Schüler für das Fach Französisch zu mobilisieren. Die Lateiner haben das Latinum, das sie später vorweisen können. DELF ist etwas ähnliches“, sagt sie. Auch Margrit Lehmkuhl-Wiese, Fachbereichsleiterin Sprachen und Kultur bei der VHS, ist von Anfang an für das DELF zuständig. Sie überreichte den Schülern die Zertifikate und stellte fest, dass es in den fünf Jahren ständig Veränderungen gegeben habe. „Das komplette Prüfungssystem wurde von Seiten des französischen Erziehungsministeriums auf die Kriterien des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen abgestellt“, berichtete sie und erläuterte, worin die Neuerungen bestehen: „Statt wie bisher drei Zertifikate, die sich aus zehn Einzelbausteinen zusammensetzten, gibt es nun sechs, die mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden die Kompetenzbereiche Hören, Sprechen, Schreiben und Leseverständnis abprüfen.“ Neu sei auch die Vergabe von credit points, die es bisher nur an Hochschulen gegeben habe. „Damit ist ein erster Schritt bei der Verzahnung von Schule und Hochschule getan“, so Margrit Lehmkuhl-Wiese. Sie wies darauf hin, dass mit der Prüfung in den Kompetenzstufen C1 und C2 auf die Sprachprüfung an französischen Hochschulen verzichtet werden und somit ein ganzes Jahr während der Ausbildung gewonnen werden könne. „Eine ganz wichtige Neuerung ist die Möglichkeit, sich ohne Vorbedingung für die zu den Sprachkenntnissen passende Kompetenzstufe der Prüfung anzumelden. So macht es Sinn, die Kenntnisse dann zertifizieren zu lassen, wenn der Spracherwerb beendet wird, z.B. nach der 11. oder 13. Klasse“, bemerkte Frau Lehmkuhl-Wiese. |
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Sprachkenntnisse sind immer wichtiger. Mit den
Schülern des Franziskusgymnasiums, die DELF- Zertifikate erworben
haben, freuen sich Margrit Lehmkuhl-Wiese (VHS), Französischlehrerin
Angelika Vehr (von links) und Schulleiter Johannes Pruisken (fünfter
von links). |