
Nicht alle, die am Sonntag ihren Weg
durch das nasskalte Winterwetter in die kerzenhell erleuchtete St.-Josef-Kirche
Laxten fanden, bekamen einen Sitzplatz: Trotz des Umzugs von der Maria-Königin-Kirche
nach St. Josef überstiegen die Besucherzahlen des eintrittsfreien
Adventskonzerts des Franziskusgymnasiums die Kapazitäten der Räumlichkeiten.
Während gespannte Erwartung das Kirchenschiff füllte, sicherte
sich ein Besucher durch einen mitgebrachten Klappstuhl noch einen Platz
in der ersten Reihe. Herzlich begrüßte Schulleiter Johannes Pruisken die Gäste. Mit dem Ortswechsel des Adventskonzertes, dieses Jahr unter dem Motto „Der Himmel freue sich“, habe sich auch der Blickwinkel von der Mutter auf den Vater verlagert. Weihnachten aus der Sicht Josefs, eines soliden Zimmermanns, verhindere eine Verkitschung des Weihnachtsfestes. Eine Aussage, die angesichts der Vermehrung von grellbunt blinkenden Lichterketten in den Adventstagen, nicht wenigen sicher aus der Seele sprach. |
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Über anderthalb Stunden durften sich die Besucher
dann an modernen Stücken, mal rhythmisch-flott, mal ruhig-besinnlich,
sowie an Klassikern wir Mozart und Bach erfreuen. Die Begabungen der Schüler
stellten sich dabei als vielseitig dar: Texte in drei verschiedenen Sprachen
und ein Schnitt quer durch die Instrumentenpalette entlockten den Zuhörern
donnernden Applaus, den 160 Akteuren ein bescheiden-stolzes Lächeln.
Noch nie hätten so viele männliche Stimmen und junge Instrumentalisten
mitgewirkt, betonte Pruisken. So kam es vor, dass das Instrument größer
war als derjenige, der es spielte. |
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Mit der Liebesbotschaft aus „All I Want For
Christmas Is You“, bekannt aus dem Film „Tatsächlich
Liebe“, verzauberte Julia Klumparendt als Solistin das Publikum,
Teile des Weihnachtsoratoriums erklangen mit den Stimmen von Annika Völlering
und Martin Otte, während dem Abspann „In Dreams“ aus
dem Film „Der Herr der Ringe“ Friederike Königschulte
eine Seele verlieh. |
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„Überall ist ein Lichtblick, wo einer
zu euch hält“, sang nicht nur, sondern demonstrierte auch der
Unterstufenchor. Da gab es lobendes Schulterklopfen nach einem kleinen
Solo und tröstende Worte, wenn die Technik kurz versagte. Zusammen
mit dem Oberstufenchor, der Band und dem Orchester erlebten die Gäste
so einen unvergesslichen Adventsnachmittag mit Gänsehautcharakter,
der die eigentliche Weihnachtsbotschaft wohl wieder in den Mittelpunkt
gerückt hat. |
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Dass das Franziskusgymnasium eine „Perle“
ist, wie Kaplan Joachim Kieslich bemerkte, ist auch der kompetenten
Leitung und der teils langjährigen Erfahrung der Lehrkräfte
zuzuschreiben. |
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Die Abschiedsmelodie wurde schließlich
von den begeisterten Gästen gespielt, deren klimpernde und knisternde
Spenden ihre Anerkennung ausdrückten. |
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