"Der Himmel freue sich"
Begeisterndes Adventskonzert des Franziskusgymnasiums am 11.12.2005
(Bericht von Mareike Knue)

 

Nicht alle, die am Sonntag ihren Weg durch das nasskalte Winterwetter in die kerzenhell erleuchtete St.-Josef-Kirche Laxten fanden, bekamen einen Sitzplatz: Trotz des Umzugs von der Maria-Königin-Kirche nach St. Josef überstiegen die Besucherzahlen des eintrittsfreien Adventskonzerts des Franziskusgymnasiums die Kapazitäten der Räumlichkeiten. Während gespannte Erwartung das Kirchenschiff füllte, sicherte sich ein Besucher durch einen mitgebrachten Klappstuhl noch einen Platz in der ersten Reihe.
Herzlich begrüßte Schulleiter Johannes Pruisken die Gäste. Mit dem Ortswechsel des Adventskonzertes, dieses Jahr unter dem Motto „Der Himmel freue sich“, habe sich auch der Blickwinkel von der Mutter auf den Vater verlagert. Weihnachten aus der Sicht Josefs, eines soliden Zimmermanns, verhindere eine Verkitschung des Weihnachtsfestes. Eine Aussage, die angesichts der Vermehrung von grellbunt blinkenden Lichterketten in den Adventstagen, nicht wenigen sicher aus der Seele sprach.

Über anderthalb Stunden durften sich die Besucher dann an modernen Stücken, mal rhythmisch-flott, mal ruhig-besinnlich, sowie an Klassikern wir Mozart und Bach erfreuen. Die Begabungen der Schüler stellten sich dabei als vielseitig dar: Texte in drei verschiedenen Sprachen und ein Schnitt quer durch die Instrumentenpalette entlockten den Zuhörern donnernden Applaus, den 160 Akteuren ein bescheiden-stolzes Lächeln. Noch nie hätten so viele männliche Stimmen und junge Instrumentalisten mitgewirkt, betonte Pruisken. So kam es vor, dass das Instrument größer war als derjenige, der es spielte.


Mit der Liebesbotschaft aus „All I Want For Christmas Is You“, bekannt aus dem Film „Tatsächlich Liebe“, verzauberte Julia Klumparendt als Solistin das Publikum, Teile des Weihnachtsoratoriums erklangen mit den Stimmen von Annika Völlering und Martin Otte, während dem Abspann „In Dreams“ aus dem Film „Der Herr der Ringe“ Friederike Königschulte eine Seele verlieh.








„Überall ist ein Lichtblick, wo einer zu euch hält“, sang nicht nur, sondern demonstrierte auch der Unterstufenchor. Da gab es lobendes Schulterklopfen nach einem kleinen Solo und tröstende Worte, wenn die Technik kurz versagte. Zusammen mit dem Oberstufenchor, der Band und dem Orchester erlebten die Gäste so einen unvergesslichen Adventsnachmittag mit Gänsehautcharakter, der die eigentliche Weihnachtsbotschaft wohl wieder in den Mittelpunkt gerückt hat.

Dass das Franziskusgymnasium eine „Perle“ ist, wie Kaplan Joachim Kieslich bemerkte, ist auch der kompetenten Leitung und der teils langjährigen Erfahrung der Lehrkräfte zuzuschreiben.
Blumen für Emanuele Wellenbrock-Roters, Dieter Krone und Stefan Pohlmann drückten den Dank des Schulleiters aus, der von heftigem Applaus der Akteure untermalt wurde.



Die Abschiedsmelodie wurde schließlich von den begeisterten Gästen gespielt, deren klimpernde und knisternde Spenden ihre Anerkennung ausdrückten.