Erfrischende Begeisterung
„Summer Swings“: Konzert des Franziskusgymnasiums
(Bericht von Raphael Bonitz in der Lingener Tagespost vom 09.06.2005)

Das Franziskusgymnasium Lingen hatte in das Kulturforum St. Michael eingeladen, um unter dem Motto „Summer Swings“ diese schönste Jahreszeit nach Lingen zu locken. So viele Besucher waren nach Reuschberge geströmt, dass der Platz im Forum nicht mehr ausreichte und einige nur stehend der gelungenen Show folgen konnten.


„Summer in the city“, der von John Sebastian komponierte Superhit Joe Cockers, eröffnete dabei ein breites Kaleidoskop von Melodien aus Swing, Rock/Pop und Musical. Diese gute Mischung bot die Plattform für den Chor, die Band, die Big Band, die Jazz-Combo und die Solisten, sich im besten Licht zu präsentieren.


Ob nun die Big Band sommenbrillenbewehrt die „Bluesbrothers“ vor dem geistigen Auge des Zuhörers erscheinen ließ oder auf die „Sentimental Journey“ mitnahm, ob die erst seit kurzem bestehende und ordentlich funky aufspielende Jazz-Combo mit dem „Easy Sax“ den „Doo-Dat Blues“ vor sich her jagte, das Programm ließ keine Wünsche offen und brachte sogar den großen Big-Band-Sound von Günther Noris mit dem „Mountain Rock“ wieder in Erinnerung.

 

Dabei gaben vor allem die Gesangssolisten so manche reife Leistung ab, besonders Friederike Schmidt mit ihrer hinreißenden Interpretation von „The nearness of you“ von Ned Washington, bei der sie sich selbst am Piano begleitete.
Nicht minder gelungen war die Version des Wise-Guys-Hits „Jetzt ist Sommer“ von Daniel Dickopf, der von Benedikt Gerdes, Kristina Kolbe, Frederike Königschulte, Tobias Koopmann und Martin Otte wunderbar performed wurde.
Dies soll jedoch keineswegs die Leistungen der anderen jungen Künstler schmälern.


Dass hier auf so gutem Niveau musiziert wird, ist zugleich ein Verdienst der Lehrer Oliver Thoben und Dieter Krone, der auch für die Gesamtleitung verantwortlich zeichnete. Vor allem ist dieser Erfolg dem großen Enthusiasmus der jungen Leute zuzuschreiben, die mit der Show eine klasse Werbung für ihre Generation lieferten. Dass alles rund lief, dafür sorgten die akkurat arbeitenden Techniker Dirk Seidel und Tim Tautorat.

„A salute to Glenn Miller“ beendete das mitreißende Programm – und als Zugabe „Star wars“.