Leidenschaft und Freude für die Musik geweckt
Franziskusgymnasium punktete mit „Mission Impossible“
(Raphael Bonitz; Lingener Tagespost vom 19.06.2008)


So groß war ganz offensichtlich die Begeisterungsfähigkeit der 150 Mitwirkenden, dass sich gegen Ende des Konzertes sogar der Sommer zurückmeldete. Auf eine „Mission Impossible“ hatten sich Unter- und Mittelstufenchor sowie Vor- und Schulorchester des Franziskusgymnasiums begeben. Es wurde ein Beispiel dafür, wie viel kreative Kraft in den Lingener Schülern steckt und wie man sie zur Entfaltung bringt, wenn man weiß, wie sie abgerufen werden kann. Diese Fähigkeit besitzen offenbar die beiden Musikpädagogen Emanuele Wellenbrock-Roters (Chorleitung) und Stefan Pohlmann (Orchester).

Die Titelmelodie aus der Fernsehserie „Mission Impossible“ leitete, visualisiert durch einen humorvollen Video-Einspieler, den Auftakt zu einem schwungvollen und durchdachten Programm. Dabei standen als zentrale Punkte Ausschnitte aus zwei Musicals.
„Der überaus starke Willibald“ von Martin Wüstner ist ein witziges Stück über eine Maus, an dessen Ende die Akteure „Speckmäuse“ ins Publikum warfen, was vor allem die kleinsten Besucher toll fanden. Die Schnupperarie gibt sich rhythmisch vertrackt, alles ist aber gut abgestimmt und von den Schülern zu meistern. Ganz nebenbei zeigt hier Stefan Pohlmann einmal mehr, was für ein guter Arrangeur er ist. Im zweiten Konzert-Teil sind es Songs aus Hubert Scheffners und René Giessens Musical „Panik auf der Festplatte“. Bei den Texten kamen dem einen oder anderen wohl auch eigene PC-Katastrophen in den Sinn. Die Musik ist erstaunlich vielfältig, reicht vom Rap bis zum Swing, ein Stück, das man gerne einmal ganz sehen und hören möchte. Darum herum waren gängige und immer wieder gerne gehörte Nummern drapiert, wie das „Showtime“ der Wise Guys oder Robbie Williams „Something stupid“.

Chor und Orchester zeigten sich bestens präpariert, die Begleitband soll hier besonders hervorgehoben werden, immer präsent, immer aufmerksam, dabei aber nie aufdringlich, dass ist schon eine tolle Leistung. Aber vor dieser brauchten sich die anderen jungen Musikerinnen und Sängerinnen keineswegs zu verstecken. Es war schon schön, zu erleben wie aufmerksam und mit viel Leidenschaft alle dabei waren. Und das ist eben auch die Hauptsache an solch einem Konzert und die Aufgabe von Pädagogen: diese Leidenschaft, Freude am Musik machen zu wecken ... hier ist das durchweg gelungen und so bestätigte sich auch der Titel „Music is number one“. Nein, diese „Mission“ war keineswegs „unmöglich“. Sie war vielmehr Beispiel dafür, was an einer Schule an kreativen „Missionen möglich“ ist, wenn alle mitmachen.