Freren/Lingen. Die Thora gilt im Judentum als besondere,
heilige Schrift und wird somit im Gottesdienst immer feierlich hervorgehoben
– dies erfuhren jetzt die Zwölftklässler des Seminarfaches
„Judentum“ des Lingener Franziskusgymnasiums, die an einem
jüdischen Morgengebet im Bethaus in Freren teilnahmen. Die jüdischen Männer aus Osnabrück trugen beim Gebet einen Gebetsmantel (den sogenannten Tallit) und eine Gebetskippa. Und auch die anderen männlichen Besucher mussten die traditionelle jüdische Kopfbedeckung aufsetzen. Dabei wurde auf Hebräisch gesungen, gebetet und aus der Thora vorgelesen. Beim darauffolgenden Imbiss – das traditionelle Matzen, das ungesäuerte Brot in der jüdischen Küche durfte natürlich nicht fehlen – kamen einige Gespräche auf, in dem mit dem Vorsteher der jüdischen Osnabrücker Gemeinde Michael Grünberg über jüdische Traditionen diskutiert wurde. In vorheriger Zusammenarbeit mit dem „Forum Juden-Christen“ ist den Schülern von Dr. Walter Klöppel bereits die jüdische Schule in der Lingener Innenstadt gezeigt und das Forum und dessen Arbeit vorgestellt worden. Beim anschließenden Besuch des jüdischen Friedhofs erläuterte Anne Scherger ihnen zudem die Geschichte der Lingener Juden. |
Tora, Tallit und Kippa |