Eine Präsentation ungewöhnlicher Kunstwerke erwartet
die Besucher der Stadt- und Hochschulbibliothek Lingen. Zwischen den Bücherregalen
flimmern gezeichnete Bilder und lebendige Objekte auf Bildschirmen.
Für den Kunst-Leistungskurs Ku 31 des Franziskusgymnasiums ist das Ganze
ein Experiment, sowohl in der Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen
Medien in den einzelnen Kunstwerken als auch in ihrer Präsentationsform
inmitten der unveränderten Umgebung und einbezogen in den alltäglichen
Publikumsverkehr der Bibliothek.
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Stellen in der Bibliothek aus: (von links) Janina
Gäckler, Barbara Hölscher, Lena Bürsken, Christina Altendeitering,
Eva-Kristin Roth, Teresa Heilen, Inga Moritz, Isabelle Menger, Marijke
Schöttmer (in „moon delight“), Schülerinnen des
Franziskusgymnasiums, mit Josef Lüken von der Stadt- und Hochschulbibliothek. |
Zur Entstehung ihrer Arbeiten geben die Schülerinnen folgende
Erläuterungen: „Zunächst haben wir Hände in unterschiedlicher
Bewegung gezeichnet, geschlossen, zur Faust geballt, offen, die Finger abspreizend.
Aus den einzelnen Skizzen wurden kleine Bildfolgen, die nach und nach farbig
gestaltet wurden. Die Bilder wurden in verschiedenen Stadien mit einer digitalen
Videokamera aufgenommen und am Computer bearbeitet, so dass eine schnelle Abfolge
entstand.
In einem weiteren Schritt haben wir reale Dinge aufgenommen und den ersten Filmstücken
hinzugefügt (Teresa Heilen, Eva-Kristin Roth).
Die Kombination abstrakter und realer Bildobjekte erwirkt einerseits eine Differenzierung,
andererseits bilden sie eine Art Symbiose als ganzes Werk. Bei allen Kombinationen
war die Bewegung der Hand ausschlaggebend, aus ihr resultierte die Idee der
kombinierten Elemente.
Das Zusammenspiel von Hand und Jojo zum Beispiel ist ein gängiges Bild,
die Verbindung mit einem Kaninchen oder mit dem Mond hat nicht direkt etwas
miteinander zu tun, wird aber im Film verbunden (Isabelle Menger, Janina Gäckler).
Der Film ‚moon delight‘ beschäftigt sich mit der Belanglosigkeit
alltäglicher Dinge, die dennoch besondere Aufmerksamkeit verdienen. Durch
klatschende Hände wird die Freude über die Schönheit des Mondes
ausgedrückt, dessen Anwesenheit so selbstverständlich scheint. Damit
soll die Notwendigkeit zum Ausdruck gebracht werden, sich auch über scheinbar
selbstverständliche Dinge zu freuen und sie zu schätzen zu wissen
(Marijke Schöttmer).
Ergänzend werden diverse Ideen bezüglich einer Installation in individuellen
Räumen/Orten vorgestellt. Dies wird in Form von Modellen, Skizzen und Fotos
dem Besucher näher gebracht (Lena Bürsken, Christina Altendeitering).“
Die Ausstellung ist vom 17. bis 21. Oktober während der Öffnungszeiten
in der Stadt- und Hochschulbücherei zu besichtigen.